Kiel Center for Philosophy, Politics and Economics (KCPPE)

Forschungsprojekte

"Interkulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung der sozialen Verantwortung der Unternehmen und der sozialen Verantwortung der Verbraucher entlang globaler Lieferketten" 

Projekt am Kiel Centre for Globalization (2016-2020)

Das „Kiel Centre for Globalization“ (Kieler Zentrum für Globalisierung, KCG) ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund im Rahmen des „Leibniz WissenschaftsCampus zur Globalisierung“, der die Proliferation globaler Lieferketten (Global Supply Chains) als wichtigen Aspekt der Globalisierung untersucht (siehe folgenden Link).

Zu diesem Zweck vereint das KCG Forscher aus Wirtschaft, Ethik und Managementwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Das KCG analysiert die Vorteile und Kosten der Verlagerung von Produktionsaktivitäten rund um den Globus aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Es untersucht dazu unter anderem wichtige Phänomene globaler Lieferketten, deren Ursachen und Konsequenzen und beurteilt die damit verbundenen ethischen Fragen.

Der Lehrstuhl für Praktische Philosophie widmet sich zusammen mit dem Institut für Marketing im Laufe von vier Jahren (2016-2020) dem Teilprojekt „Interkulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung der sozialen Verantwortung der Unternehmen und der sozialen Verantwortung der Verbraucher entlang globaler Lieferketten“ (siehe folgenden Link).

Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, wie Konsumenten unterschiedlicher Nationalitäten ihre Verantwortung und die Verantwortung der Unternehmen für soziale und ökologische Fragen wahrnehmen, die im Zuge der fortschreitenden Globalisierung entstehen.

 

GESIOP (2016-2019)

Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein fest verankertes Konzept in der Organisationsentwicklung von Unternehmen. Unabhängig von CSR-Konzepten werden in Unternehmen Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) entwickelt, die über die reine Unternehmenscompliance hinausgehen. Eine Zusammenschau dieser beiden Dimensionen wird in Theorie und Praxis jedoch bisher kaum geleistet.

Ziel des Projektes GESIOP (Gesundheitsmanagement aus inter-organisationaler Perspektive durch Einbeziehung von Kunden und Kooperationspartnern) ist es, gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Medizinethik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein sowie dem Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Hamburg, diese Schnittstelle konzeptionell und empirisch zu erforschen. Dabei wird der Zusammenhang zwischen BGM und CSR aus gesundheits- und unternehmensethischer Perspektive herausgearbeitet und entsprechende Praxistools entwickelt. Darüber hinaus wird die Umsetzung von BGM-Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette und die gleichzeitige Einbeziehung von Kund*innen in diesen Prozess (beispielsweise über CSR-Maßnahmen) in den Blick genommen.

 

Weitere Informationen über das GESIOP-Projekt finden sich unter:

http://gesundearbeit-mega.de/projekt/gesiop

 

 

GIVUN (2015-2018)

Ziel des Forschungsvorhabens "Gemeinwohl-Ökonomie im Vergleich unternehmerischer Nachhaltigkeitsstrategien" (GIVUN) ist die historische und wirtschaftsethische Kontextualisierung sowie die empirische Erforschung gemeinwohlorientierten Wirtschaftens. Dazu erfolgt eine Evaluation des Konzeptes der GWÖ und anderer einschlägiger CSR-Instrumente in Hinblick auf ihr transformatives Potenzial für die Ausrichtung der Unternehmenspraxis an den Zielen der Nachhaltigkeit. Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Untersuchung der Wirkungen einer betrieblichen Gemeinwohlorientierung auf die konkreten Arbeits- und Produktionsbedingungen (insbesondere in Hinblick auf ökologische Effekte) sowie die Exploration der Skalierungs- und Diffusionsbedingungen der GWÖ für große Unternehmen.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Harald Welzer und Dr. Bernd Sommer in Kooperation mit Prof. Dr. Ludger Heidbrink, Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, geleitet. Während in Kiel ein systematischer Vergleich der GWÖ mit historischen und gegenwärtigen Gemeinwohl- und Nachhaltigkeitsstrategien erarbeitet wird, verantwortet das NEC den empirischen Teil der Forschung: Praxispartner wie der Outdoor-Ausstatter Vaude, die Druckerei Oktoberdruck, die demeter-Brotbäckerei Märkisches Landbrot und der Anbieter für Öko-Tiefkühlkost Ökofrost werden dafür in qualitativen Interviews zu ihren Gemeinwohl-Anstrengungen befragt. Gemeinsam mit Großunternehmen wie Deutsche Post, dm-drogerie markt und OTTO Group erarbeitet das Forschungsteam mithilfe eines Backcasting-Verfahrens mögliche und machbare Wege in Richtung einer verstärkten Gemeinwohlorientierung.

 

 Weiterführende Informationen:

http://www.norberteliascenter.de/forschung/givun/